Regenbogenbrücke


„Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet.
Weil sie so viele Farben hat, nennt man sie die Regenbogenbrücke.

Auf der jenseitigen Seite der Brücke liegt ein wunderschönes Land
mit blühenden Wiesen, mit saftigem grünen Gras und traumhaften Wäldern.

Wenn ein geliebtes Tier die Erde für immer verlassen muss,
gelangt es zu diesem wundervollen Ort.

Dort gibt es immer reichlich zu fressen und zu trinken,
und das Wetter ist immer so schön und warm wie im Frühling.
Die alten Tiere werden dort wieder jung und die kranken Tiere wieder gesund.
Den ganzen Tag toben sie vergnügt zusammen herum.

Nur eines fehlt ihnen zu ihrem vollkommenen Glück:
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag miteinander,
bis eines Tages eines von ihnen plötzlich innehält und gespannt aufsieht.
Seine Nase nimmt Witterung auf, seine Ohren stellen sich auf,
und die Augen werden ganz groß.

Es tritt aus der Gruppe heraus und rennt dann los über das grüne Gras.
Es wird schneller und schneller, denn es hat Dich gesehen!

Und wenn Du und Dein geliebtes Tier sich treffen,
gibt es eine Wiedersehensfreude, die nicht enden will.
Du nimmst es in Deine Arme und hältst es fest umschlungen.
Dein Gesicht wird wieder und wieder von Ihm geküsst,
deine Hände streicheln über sein schönes weiches Fell,
und Du siehst endlich wieder in die Augen Deines geliebten Freundes,
der so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber niemals aus Deinem Herzen.

Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke
und werdet von nun an niemals mehr getrennt sein…"

(Paul C. Dahm, Übersetzung von Carmen Stäbler)

Drafna vom Röttgershof, Islandpferd, Leuchtrappe, geb. 1995, gestorben im Januar 2023

Drafna hat viele schöne Jahre bei uns gelebt. Sie ist die Mutter von Blíka und die Oma von Smáka und hat beide in ihrem Sinne erzogen, zu selbstbewussten, mutigen Stuten. Drafna hat lange Jahre die Herde geleitet. Sie war früher Zuchtstute, bevor sie zu uns kam, was vermutlich dazu beigetragen hat, dass sie leider "nur" 28 Jahre alt werden durfte - auch ein sehr stolzes Pferdealter. Drafna hat mit Lena gemeinsam die Ausbildung zur Reitpädagogin bei Hof Fylgja gemacht, mit großem Erfolg. Sie eroberte dort in Windeseile die Herzen der Ausbilder und des Teams. Genau wie zu Hause.
Drafna verfügte über ganz besondere Fähigkeiten. Sie konnte mit dem Herzen sehen! Genau wie zu ihren Fohlen war sie auch zu den Menschen, die mit ihr gearbeitet haben, immer sehr mütterlich und liebevoll, insbesondere zu denen, die zurückhaltend und ihrer Ansicht nach besonders schutzbedürftig waren. Sie hat immer alles gegeben und hatte sehr viele Fans, denen sie sehr viel beigebracht hat.
Und Drafna war immer schnell wie der Wind - sie konnte wirklich den Turbo einlegen.


Franziska, geb. im Januar 2015, gestorben im Dezember 2024



Franziska war unser Sonnenschein. Sie hat sehr viele Menschen glücklich gemacht, sei es mit Lena bei der Arbeit in der Stadt oder in ihrer Freizeit. Franziska hatte immer ein ganz besonderes Gespür für Stimmungen und hat vielen Menschen Trost gespendet und Freude gegeben. Sie war immer mit dabei, immer sportlich sehr aktiv, hat mit die Stallarbeiten erledigt, ist mit uns Rad gefahren, gejoggt, war mit den Pferden unterwegs und und und. 
Franziska ist plötzlich durch schwere Krankheit viel zu früh verstorben. Wir sind sehr traurig.


Vaka frá Hrafnhóli, Islandpferd, Rappschecke, geb. 1985, gestorben im April 2025

Vaka ist vor vielen Jahren Lenas Kinderpony gewesen. Sie war damals 9 und Lena 11 Jahre alt, als sie zu ihr kam. Gemeinsam haben sie sehr viel erlebt und mit- und voneinander gelernt. Vaka hat ein biblisches Alter erreicht. Wir sind sehr dankbar dafür, dass sie so lange bei uns geblieben ist. Dennoch hinterlässt sie eine riesengroße Lücke. Dabei ist sie immer noch fröhlich und fit.
Früher hat Vaka die Herde angeführt, bevor sie die Leitung vor einigen Jahren an Drafna übergeben hatte. Vaka war immer sehr willensstark und wußte, was sie wollte. Sie war ein absolutes Verlasspferd. Die letzten Jahre verbrachte sie in Rente. Wir mussten sie gehen lassen, die wohl schwierigste und wichtigste Entscheidung, die man für sein Pferd treffen muss.